Shopping News
Startseite / Angebote / Medien / Bücher / Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ Reviews

Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ Reviews

Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ

Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ

Enders, Giulia: Darm mit Charme, Alles über ein unterschätztes Organ, Mit Illustrationen von Jill Enders, Berlin, Ullstein 2014, 288 S., OKart., sehr gut erhalten

Listen Preis: EUR 16,99

Preis: EUR 16,99

Artikle bei Ebay kaufen: Empört Euch! von Stéphane Hessel | Buch | gebraucht

EUR 2,77
Angebotsende: Dienstag Okt-24-2017 23:47:39 CEST
Sofort-Kaufen für nur: EUR 2,77
Sofort-Kaufen | Zur Liste der beobachteten Artikel hinzufügen
EUR 2,77 Artikle bei Ebay kaufen: Quidditch im Wandel der Zeiten von J. K. Rowling, Kennilwo... | Buch | gebraucht
EUR 3,26
Angebotsende: Freitag Okt-20-2017 12:38:30 CEST
Sofort-Kaufen für nur: EUR 3,26
Sofort-Kaufen | Zur Liste der beobachteten Artikel hinzufügen
EUR 3,26

Dieser Beitrag wurde so bewertet:

über admin

weiteres Angebot

Most popular Fremdsprachige Bücher auctions

Fremdsprachige Bücher on eBay: Dieser Beitrag wurde so bewertet:

2 Kommentare

  1. 586 von 666 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Weg mit der Darmscham! Her mit den Bauchgefühlen!, 4. März 2014
    Von 

    Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)

    „Liebe Leser, es wird Zeit, dass wir uns mit dem Eingemachten beschäftigen. Schnallen Sie Ihre Hosenträger enger, geben Sie der Brille den letzten Stups hoch auf die Nase, und trinken Sie einen gewagten Schluck Tee! Mit sicherem Abstand nähern wir uns einem mysteriösen Häufchen.“ So leitet Giulia Enders ein besonders „anrüchiges“ Kapitel über das Endprodukt einer der drei Schläuche in unserem Körper ein. Zwei davon (Gehirn und Blutkreislauf) stehen im allseits anerkannten Ruf, „Meisterwerke“ zu sein. Nummer 3 dagegen winkt ganz zag- und schamhaft aus dem Inneren. Die nötige Anerkennung wird ihm zumeist verweigert. Denn von diesem „Mann ohne Eigenschaften“ glauben die meisten, dass er höchstens mal aufs Klo geht, ansonsten offensichtlich nur „lässig im Bauch rumhängt“ und nur ab und an durch eher unsittliche Töne sowie müffelnde Ein-… äh… Auswürfe auf sich aufmerksam macht. Die Rede ist von unserem wohl größtenteils stark unterschätzten Darm.

    „Stimmt es, dass wir alle falsch auf dem Klo sitzen? Wie kann man leichter rülpsen? Wieso können wir aus Steak, Apfel oder Bratkartoffeln Energie machen, während ein Auto nur bestimmte Sorten Benzin verträgt? Wozu gibt es den Blinddarm, und warum hat Kot immer die gleiche Farbe?“, sind nur einige Fragen, die Giulia Enders mit wahrhaft viel Charme, immer einer Prise Humor, fundiert und höchst anschaulich beantwortet. Die junge Wissenschaftlerin, die ihr erstes Staatsexamen in Medizin bestanden hat und derzeit für ihre Doktorarbeit am Institut für Mikrobiologie in Frankfurt am Main forscht, beginnt ihre Exkursion durch den dunklen Verdauungsschlauch zunächst an seiner Pforte, der Eingangshalle „zu einer Welt, in der Fremdes zu Eigenem wird“. Vom Mund aus schlittert sie speichelumhüllt in die Speiseröhre, tastet sich über Magen, den sich „orientierungslos herumschlängelnden Dünnen“ und seinem gemütlichen „Kumpel“ namens Dickdarm, langsam bis ganz nach unten und flutsch wieder heraus. Zuweilen zoomt sie dabei ganz nah ans mikrobisch-bakterielle Geschehen heran und vermittelt somit eine unglaublich immense Fülle an Hochinteressantem und mitunter schier Erstaunlichem. So begegnen dem Leser diverse Süßigkeitsverstecke, hochgehandelte Lebensversicherungspolicen in Form von Bauchspeck oder ein filigranes Rülps- und Pupsballett. Giulia Enders veranstaltet eine ölige Rutschpartie auf der „glatten Muskulatur“, lädt zu einer Tortenverfolgungsjagd ein, setzt sich mit der Entstehung von Allergien, Unverträglichkeiten und Intoleranzen, dem Nutzen oder Schaden von Antibiotika auseinander und erklärt Blutgruppenunverträglichkeit. Zudem räumt die Autorin mit „Angsthygiene“ auf und zeigt, dass das menschliche Besiedlungsprogramm der Mikroben auch ganz ohne EU-Fördermittel unkompliziert und erfolgreich einsetzt.

    Entstanden ist ein herrlich unkompliziertes und äußerst verständliches Werk, das dem interessierten Leser eine Fülle wissenschaftlicher Erkenntnisse und Hypothesen lebendig darlegt. Giulia Enders gelingt es auf geradezu faszinierend simple Art, hochkomplexe Vorgänge wie die Arbeit der Enzyme sowie viele weitere Thematiken von der Nahrungsaufnahme bis zur Verdauung geradezu spielerisch darzulegen. Eine besondere Aufwertung erfährt der Text obendrein durch die witzigen und außerordentlich aussagekräftigen Illustrationen der Schwester der Autorin. Jill Enders Abbildungen beleben das Buch enorm und ziehen dessen Thematik zusätzlich aus der „Schmuddel-Ecke“. Ihre Bakterien fliegen gelegentlich als Batmans durch die Darmflora oder tappern als zottlige Greise durch „das bakterielle Woodstock“ unseres Körpers. Die Designstudentin lässt Immunzellen als mittelalterliche Recken gegen fiese Eindringlinge kämpfen, verpflichtet ihre Mikroben flugs zum Tragen von Basecaps oder setzt diverse lustige Gesellen als Türsteher vor unterschiedlichste Öffnungen, damit sie für sichere „Personenkontrollen“ sorgen.

    Letztendlich schlägt man dieses überaus lesenswerte, charmante und hochinteressante Buch mit einem ganz und gar „umgestülpten“ Bauchgefühl sowie einer keineswegs mehr schamhaft belasteten Feststellung zu, dass unserem Darm wohl eine immens wichtige Rolle bei der Gestaltung des persönlichen Wohlbefindens zukommt und deren Bedeutung dem unseres „edlen“ Gehirns keineswegs nachsteht. Denn jener „befindet sich mitten im Getümmel. Er kennt alle Moleküle aus unserem letzten Essen, fängt herumschwirrende Hormone neugierig im Blut ab, fragt die Immunzellen nach ihrem Tag oder lauscht andächtig dem Surren der Darmbakterien. Er kann dem Gehirn Dinge über uns erzählen, von denen es sonst niemals eine Ahnung hätte.“…

    Weitere Informationen

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

  2. 503 von 610 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Teilweise interessant, teilweise leider nicht korrekt, 27. April 2014
    Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)

    Das Buch ist locker flockig geschrieben. Allerdings war mir die Wortwahl mitunter etwas zu prollig.

    Alles, was die Autorin über die Verdauungsorgane schreibt, ist sehr interessant und lehrreich. Auch wartet sie mit zahlreichen praktischen Tipps auf (z. B. auf welche Seite man sich bei Völlegefühl besser legt), die sie aus der Anatomie der Verdauungsorgane schöpft. Die Abschnitte über den Aufbau des Darms (der für die Autorin in der Mundhöhle beginnt) halte ich für äußerst lesenswert.

    Gut sind auch die Abschnitte über Allergien, Unverträglichkeiten und Intoleranzen. Beispielsweise weist sie sehr genau auf den Unterschied zwischen Zöliakie und Glutensensitivität hin. Viele Menschen sind glutensensitiv, wissen es aber nicht, da sie aufgrund eines fehlenden Nachweises von Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) von der Medizin falsch beraten werden. Dies musste selbst einer der besten Tennisspieler der Welt, Novak Djokovic (Siegernahrung: Glutenfreie Ernährung für Höchstleistung) erst mühsam lernen.

    Gleichermaßen wichtig ist der Abschnitt über Laktose- und Fruktose-Intoleranz. Gemäß den von der Autorin genannten Zahlen besitzt ein erheblicher Teil der Bevölkerung eine Fruktose-Intoleranz – ohne allerdings jemals davon zu erfahren. Seltsam allerdings, dass sie an dieser Stelle auf die allgemein erhöhte Aufnahme an Fruktose in der modernen Zivlisationskost hinweist. So seien Früchte heute ganzjährig erhältlich, viele würden auf einen höheren Zuckergehalt (in diesem Fall: Fruktose) hin gezüchtet. Ferner werde Fruktose zahllosen Getränken und Fertiggerichten beigefügt, wodurch es zu verstärkten Intoleranzen komme. An anderer Stelle verweist sie allerdings auf den in den letzten Jahrzehnten enorm angestiegenen Zuckerkonsum (in diesem Fall Haushaltszucker) hin. So schreibt sie: „Noch nie in der Geschichte der Menschheit mussten wir mit einem so enormen Überangebot an Zucker umgehen. In amerikanischen Supermärkten ist bereits in rund 80 Prozent der verarbeiteten Produkte Zucker zugesetzt.“ Haushaltszucker besteht jedoch aus einem Molekül Glukose und einem Molekül Fruktose. Wer also ganz normalen Zucker isst, verzehrt somit auch stets Fruktose. Warum sie diesen Fruktoseanteil nicht in gleicher Weise problematisiert, erläutert sie leider nicht.

    Mit Gewinn las ich auch das Kapitel über die Welt der Mikroben, ferner die Ausführungen über die Rückwirkungen des Darms auf das Gehirn. Ich werde aufgrund dessen in Zukunft mehr auf die Gesundheit (und Reinheit) meines Darms achten. Allerdings scheint dies nicht ganz einfach zu sein. Die Abschnitte über Probiotika und Präbiotika hinterließen bei mir eher den Eindruck, dass die Forschung dazu noch in den Anfängen steckt. Neu war für mich beispielsweise die Erkenntnis, dass die Wirkung von probiotischen Tabletten nur während der Einnahmezeit besteht. Man kann die Darmflora mit solchen Mitteln folglich nicht dauerhaft überwuchern und gewissermaßen gesunden lassen.

    Nicht korrekt sind ihre Ausführungen (und Grundannahmen) über den Energiestoffwechsel und insbesondere die energetische Versorgung des Gehirns. Als quasi natürliche Ergänzung empfehle ich das nicht minder lesenswerte Büchlein Klüger werden und Demenz vermeiden: Wie sich beides für Jung und Alt erreichen lässt!, das die Lücke in Guilia Enders Buch schließt. Denn wie die meisten Schulmediziner geht auch die Autorin implizit (sie spricht es nicht aus, man kann aber ihre Grundannahmen deutlich herauslesen) davon aus, dass das menschliche Gehirn nur aus Glukose Energie gewinnen kann. Oder eingeschränkt: Dass es im Normalfall nur aus Glukose Energie gewinnt und höchstens in Notfällen (im sogenannten Hungerstoffwechsel) auch Ketonkörper (die in der Leber aus Fett hergestellt werden) akzeptiert. Beides ist falsch. An zahlreichen Stellen ihres Buches findet sich die in medizinischen Vorlesungen gern verbreitete – fehlerhafte – Lehrmeinung, die sich nicht mit der einschlägigen medizinischen Stoffwechselliteratur (z. B. Löffler/Petrides Biochemie und Pathobiochemie) deckt. Man merkt das insbesondere an den Stellen ihres Buches, wo sie etwas verschweigt.

    Beispielsweise schreibt sie an…

    Weitere Informationen

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

Hinterlasse eine Antwort

<\/body>