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Der Zauberberg. Roman. Reviews

Der Zauberberg. Roman.

Der Zauberberg. Roman.

Der 24-jährige Hamburger Patriziersohn Hans Castorp reist vor Antritt seinerIngenieursausbildung zu Besuch seines lungenkranken Vetters in das SanatoriumBergfried im schweizerischen Davos. Aus den geplanten drei Wochen Aufenthaltwerden sieben Jahre. In der gewissermaßen zeitentrückten, atmosphärischvon Krankheit und Tod geprägten Berg- bzw. Sanatoriumswelt erweist sichder einfache junge MenschZivilisationsliteratgroße PersönlichkeitAls Soldat und brav, findet Hans CastorpsAufenthalt und damit der Roman sein abruptes Ende in dem ausbrechendenWeltkrieg, in dem sich die Spur des Helden verliert. Wenn irgendwann einmal ein Preis für den besten Buchtitel vergeben werden sollte, würde für mich Thomas Manns Zauberberg ganz oben auf die L

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2 Kommentare

  1. Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina...
    30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Nomen est omen, 5. April 2005
    Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
    „Der Zauberberg“ gilt als der deutschsprachige Roman des 20. Jahhrhunderts schlechthin. Und das völlig zurecht. Es bleiben zwei Fragen: Was macht dieses Werk so besonders und warum soll man es heute noch lesen?
    Das besondere am Zauberberg ist nicht sein einfallsreicher Plot (der lässt sich in einem Satz zusammenfassen) und auch nicht sein faszinierender Protagonist. Am Ende des Romans resümiert der Erzähler: „Lebwohl, Hans Castorp […] Wir haben sie [die Geschichte] erzählt um ihretwillen, nicht deinethalben, denn du warst simpel.“ Wir haben also einen simplen Plot und einen noch simplerern Helden, ausgedehnt auf über 1000 Seiten. Was ist denn dann das Besondere an diesem Werk?
    Erstens, die Sprache. Im Zauberberg beweist Thomas Mann, wozu die deutsche Sprache fähig ist. Sie ist hier nicht nur Medium, sondern der wahre Protagonist. Die unglaubliche Vielfalt der Vokabeln und der Satzkonstruktionen haut einen vom Hocker. Viele beklagen sich ja über die zu langen, und somit schwer verständlichen, Sätze Thomas Manns. Doch meiner Ansicht nach machen gerade diese den Roman lesenswert und zu einem kurzweiligen Vergnügen. Gerade heute, wo der Dativ dem Genitiv sein Tod ist und ebenso die Partizipialkonstruktionen zu verschwinden drohen, lohnt es, sich der Sprachzauberei Manns hinzugeben.
    Zweitens, die Welt des Wissens. Man gewinnt den Eindruck, dass der Wissensstand zu Beginn der zwanziger Jahre bezüglich Religion, Philosophie, Geschichte, Politik und Medizin im Zauberberg abgebildet ist. In diesem Zusammenhang stechen vor allem die Streitgespräche zwischen Settembrini, ein literarisch ambitionierter Vertreter von Vernunft und Aufklärung, und Naphta, ein kommunistischer Jesuit, hervor, denen der simple Castorp regelmäßig beiwohnt. Von Sokrates bis Nietzsche wird in diesen Gesprächen aber auch wirklich alles mal angerissen. Ich kann nicht behaupten, auch nur einen Bruchteil der Thematik dieser Unterhaltungen auch nur im Ansatz verstanden zu haben. Dennoch zählen diese Passagen zu meinen Lieblingsabschnitten. Manns ironischer Erzählstil entlockt dem Leser immer wieder ein Schmunzeln, wenn sich diese beiden Verfechter im Kampf um ihre Ideologie beinahe an die Kehle springen. Da macht es nichts, dass man ihren Argumentationen nicht folgen kann (wer weiß, ob das überhaupt intendiert ist), es bleibt trotzdem herzerfrischend und unterhaltsam.
    Drittens, Liebe und Tod. Diese beiden Evergreens der Menschheitsgeschichte bilden die Hauptthematik im Zauberberg. Das Sterben im Sanatorium in Davos ist Bestandteil des alltäglichen Lebens. Menschen kommen und Menschen sterben, ohne das jemand groß Anstoß daran nimmt. Dies ist der Alltag, der in seiner Natürlichkeit auch heute noch, da der Tod immer noch ein Tabuthema ist, erschreckend wirkt. Und die Liebe natürlich. Die sich langsam anbahnende Beziehung zwischen Castorp und Clawdia Chauchat, welche dann auch tatsächlich in einer, allerdings nur sehr subtil angedeutenden, gemeinsamen Nacht kulminiert. Die beiden Hauptthemen werden an zwei Stellen im Roman deutlich herausgestellt. Im Kapitel „Schnee“ findet sich der einzige kursiv gedruckte Satz im gesamten Roman: „Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tod keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken“ und abschließend fragt der Erzähler: „Wird auch aus diesem Weltfest des Todes [gemeint ist der Erste Weltkrieg], auch aus der schlimmen Fieberbrunst, er rings den regnerischen Abendhimmel entzündet, einmal die Liebe steigen?“
    Fazit: ein Sprachniveau, welches heute wahrscheinlich nicht mehr erreichbar ist, die Darstellung nahezu des gesamten Wissens zur Zeit der Entstehung des Romans und die ewig junge Thematik des Todes und der Liebe machen diesen Roman zu einem einmaligen Leseerlebnis. Wer ihn gelesen hat wird wissen, warum Thomas den Spitznamen „Der Zauberer trägt“

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  2. 79 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Zauberhaft…, 15. Januar 2001
    Von Ein Kunde
    Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
    Der Roman von Hans Castorp, der nur mal so zu Besuch auf dem Zauberberg, einem Lungensanatorium, landet und dort nicht mehr wegkommt. Denn, so wird schnell klar, der Zauberberg hat seine eigenen Gesetze und seine eigene Zeit. Thomas Mann beschreibt messerscharf die kleineren und größeren Marotten der Menschen. Ob es eine Armhaltung oder ein Charakterzug ist, Mann läßt seine Figuren lebendig erscheinen und bringt uns Leser in eine merkwürdige Mischung von Distanz und Identifikation. Wir blicken, so ist klar, immer von außen auf unseren Helden und verschmelzen doch immer wieder mit ihm. Und der kleine Castorp biedert sich tüchtig an, bei den „Großen“ auf dem Zauberberg. Bei dem dämonische Humanisten Settembrini, doch diesen Gott, den er selbst gewählt und der doch ihn gewählt hat, geht nieder. Der ätzende kleine, aber ebenso brillante Naphta, die zauberhaft erotische, obwohl doch auch lungenkranke Madame Chauchat, der gewaltige Lebemann Mynheer Peeperkorn lassen seine Autorität bröckelig werden. Wir sehen die Entwicklung des jungen Castorp von einem, der so tut als ob, zu jemandem, der mit der Zeit, dieser merkwürdigen, so ganz anderen Zeit auf dem Zauberberg, reift, zur echten Persönlichkeit wird. Und wir sehen, wie tappsig diese Schritte zuweilen sein können. Manns Buch ist enorm detailliert, scharf beobachtet und es menschelt überall, mal liebenswürdig, mal boshaft, mal dümmlich. Doch auch die intellektuellen Höhenflüge werden mit der Zeit als Ikarusflug entlarvt. Mann läßt sich hier viele Weltbilder austoben und zeigt sein enormes Wissen, doch wirkt dieses niemals aufgesetzt in Form eines Bildungsromanes, als welcher der Zauberberg auch teilweise beschrieben wurde. Der Zauberberg ist ein großartiges Stück Literatur, es ist lang, aber nie langweilig. Dies liegt vor allem daran, daß Mann es schnell schafft, obwohl er doch immer wieder so betont von außen schreibt, uns in die dichte und morbide Stimmung des Zauberberges einzuführen. Er entführt uns in diese Welt „da oben“ und läßt uns so dicht teilhaben, weil wir ja wissen, es ist alles nur ein Buch…

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